Wohnheimleben ...

Wir haben zahlreiche gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten, darunter:

  • eine große, begrünte Dachterasse mit Grill und Liegestühlen
  • eine eigene Bar
  • ein einladendes Foyer mit Kicker und Billiardtisch
  • eine Gemeinschaftsküche, einen Fernsehraum und ein Wohnzimmer mit reichhaltiger Spielesammlung

Dazu kommen häufige Veranstaltungen wie Bar- / Film- / Grillabende, Kickerturniere oder sportliche Events außerhalb des Wohnheims.

... und Selbstverwaltung

Unsere Selbstverwaltung arbeitet sehr zuverlässig und versucht, jegliche Wünsche der Belegschaft zu erfüllen. So organisieren wir alle unsere eigenen Belange selbst. Deshalb übernehmen alle auch die Pflicht daran mitzuwirken. Alle sollten das einbringen, was sie oder er am Besten kann. Zu vergeben sind wichtige Aufgaben wie die Verantwortlichkeit für die Gemeinschaftsräume, Dachterrasse etc. Auch die Bar gilt es zu organisieren, die IT zu pflegen und Gemeinschaftsaktionen zu organisieren. Schließlich haben alle Machos (so nennen wir uns) noch Gemeinschaftspflichten, wie z.B. den Turm einmal pro Semester zu saugen bzw. zu wischen.

Geschichte des Wohnheims

Der Stifter

Prof. Dr. med. Alfred Marchionini war Dermatologe und ordentlicher Professor sowie von 1952 bis 1955 Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Er war ein "väterlicher Freund" und Berater seiner Studierenden und setzte sich für den Austausch mit französischen und israelischen Studierenden besonders ein, um die internationale Verständigung zufördern.

Außerdem war er Mitbegründer des Vereins Geschwister Scholl Studentenwohnheim e.V., um gegen die damals, Mitte der 50er Jahre, besonders große Wohnungsnot der Studierenden etwas zu unternehmen.

Stiftung

Einige Jahre vor seinem Tode reifte in ihm der Plan, eine Stiftung zu errichten. Gemeinsam mit seiner Gattin, Frau Dr. med. Mathilde Marchionini, geb. Soetbeer, verfügte das kinderlose Ehepaar am 8. September 1959, dass beider Nachlass zum Bau eines Studentenwohnheims und zur Förderung bedürftiger Studenten auf die "Alfred und Mathilde Marchionini-Stiftung" übergehen sollte.

Prof. Dr. Alfred Marchionini verstarb bereits am 6. April 1965, erst 66 Jahre alt. Kurz vor ihrem Tode verfügte Dr. Mathilde Marchionini, dass im Stiftungsnamen ihr Vorname durch den Vornamen ihres Schwiegervaters Karl ersetzt wird. Damit wollte sie den Mann ehren, von dem ihr Ehemann seine Ideale hatte. Nachdem sie 1967, zwei Jahre nach ihrem Ehegatten, gestorben war, nahm die gemeinnützige Karl- und Alfred Marchionini-Stiftung ihre Arbeit auf.

Errichtung des Wohnheims

Das Marchionini-Studentenwohnheim wurde kurz vor Beginn der Olympischen Spielen 1972 fertig gestellt. Architekt war Werner Wirsing, der auch das studentische Dorf auf dem Olympiagelände plante. Während der Spiele beherbergte das Haus Schiedsrichter. Im Herbst 1972 zogen dann die ersten Studenten ein.

Aufgrund eines vereinbarten Verwaltungsverbundes wird das Marchionini-Studentenwohnheim von Anfang an vom Schollheim aus mitverwaltet, was durchaus im beiderseitigen Interesse liegt.